Unsere Praxis-Geschichte

Geschichte_

Der Praxisstart 1913

Im Jahre 1913 wurde die Praxis zunächst auf dem Untermarkt in Hattingen von Dr.med. Heinrich August Rusche eröffnet, später dann auf der Friedrichstraße 20 weiter betrieben.

Dr. med. August Rusche war ein typischer Arzt seiner Zeit. Er besaß noch Muße eine Sprechstunde abzuhalten, aber gleichzeitig mit seinem Hund Hausbesuche zu Fuß bis hinein ins Felderbachtal zur Versorgung der Höfe durchzuführen. Im Winter lieh er sich bei Bauern im Tal pflegeleichte Pferde aus, um die Patienten auf den Hügeln bei Schnee und Eis auf den Höfen versorgen zu können.

Zusammen mit seiner Hebamme brachte er mit hoher Kunstfertigkeit die halbe Hattinger Bevölkerung auf die Welt. Wer ihn erlebt hat, weiß dass er ein guter Mediziner, Diagnostiker und Geburtshelfer war, den vielleicht der Begriff „hart aber herzlich“ am besten beschreibt.

Dr.med. Gert Rusche übernimmt die Praxis

Nach dem Krieg gesellte sich sein Sohn Dr.med. Gert Rusche zu ihm in die Praxis. Dr.med. Gert Rusche war Internist, Labormediziner und Geburtshelfer. Da er sich damals als Facharzt in Hattingen nicht niederlassen konnte, entschied er sich in die väterliche Praxis einzusteigen.

Er setzte die Tradition seines Vaters fort: Geburtshilfe, Familienmedizin, internistische Diagnostik und Therapie mit für Hattingen und die Region neuen und für seine Zeit weit voraus denkenden medizinischen Möglichkeiten: einem Labor für klinische Diagnostik, Blutgruppenbestimmung für Schwangere.

Schon in den 50-iger Jahren baute er ein System der morgendlichen Blutabholung bei Haus- und fachärztlichen Kollegen. Dies war sozusagen ein einfacher Vorreiter der heutigen Laborgemeinschaften.

Er bemühte sich auch im Weiteren stets seinen Patienten die neuesten Diagnostik und Therapiemöglichkeiten anzubieten. Eines der ersten EKG- und Lungenfunktionsgeräte standen in seiner Praxis. Viele unserer „älteren“ Patienten erinnern sich noch an die überregional bekannte „Klimakammer“ zur Behandlung von Keuchhusten und Asthma bronchiale. Anzumerken ist hierbei, dass nach wenigen Sitzungen der Keuchhusten abgeheilt war, im Gegensatz zu den langen Verläufen in der heutigen Zeit bei ungeimpften Personen. Rein technisch gesehen könnte man aber heute wegen der hohen Auflagen eine solche Anlage nicht mehr betreiben.

Er war, wie sein Vater Heinrich-August bekannt für seine herzliche aber bestimmte hausärztliche Betreuung, für seine Diagnostik und sein rauhes aber herzliches Wesen. Bis zu seinem Ausscheiden aus der Praxis war er trotz seiner zusätzlichen Aufgaben (Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung) in der Standespolitik seinen Patienten stets tief verbunden. Selbst kurz vor seinem Tod träumte er noch von Erneuerungen in seiner Praxis und machte sich Sorgen um seine Patienten.

Die Neuzeit der Praxis:
Prof. Dr. Herbert Rusche

Rusche

Seit 1981 ist sein Sohn Prof.Dr.med. Herbert Rusche in der Gemeinschaftspraxis. Er brachte aus seiner internistischen Ausbildung die Qualifikation zur Sonographie des Abdomens und der Schilddrüse sowie zur Gastroenterologischen Diagnostik -Magen und Darmspiegelung- mit und führte sie als Auftragsleistung für andere Kollegen zunächst in der eigenen Praxis, später dann in Kooperation mit dem Krankenhaus Blankenstein durch. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Zusatzqualifikationen Geriatrie, manuelle Therapie und Ostempathie und Betriebsmedizin.

Die Praxis wächst immer weiter

Kahnert

Seit 1995 unterstützt Frau Dr.med. Christina Kahnert als Internistin und Betriebsmedizinerin unsere Praxis.

Huenges

Seit 2009 ist Herr Dr.med. Bert Huenges Mitglied unserer Praxisgemeinschaft.