Gesundheitsinfos

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Pflegedienste

Was macht der ambulante Pflegedienst?

Der ambulante Pflegedienst unterstützt Pflegedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Familien Unterstützung und Hilfe im Alltag, damit pflegende Angehörige Beruf und Betreuung besser organisieren können. Das Personal des Pflegedienstes kommt zu Ihnen nach Hause und hilft fach- und sachkundig bei der täglichen Pflege.

Das Leistungsangebot der häuslichen Pflege erstreckt sich über verschiedene Bereiche: Dies sind vor allem grundpflegerische Tätigkeiten (zum Beispiel Körperpflege, Ernährung, Mobilisation und Lagerung), häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (zum Beispiel Medikamentengabe, Verbandswechsel, Injektionen), Beratung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen bei pflegerischen Fragestellungen, Unterstützung bei der Vermittlung von Hilfsdiensten (zum Beispiel Essensbelieferung oder Organsation von Fahrdiensten und Krankentransporten) sowie hauswirtschaftsliche Versorgung (zum Beispiel Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung).

Die ambulante Pflege ermöglicht Betroffenen, trotz Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung zu bleiben.

Pflegedienste sind in Hattingen

Ambulante Dienste am Ev. Krankenhaus
Bredenscheiderstr. 60, 45525 Hattingen
Tel.: 02324 – 502 480 weitere Infos hier

Diakoniestation Hattingen-Sprockhövel
Bochumer Straße 31
45549 Sprockhövel
Telefon: 02324 – 7 70 06 weitere Infos hier

Katholische Pflegehilfe Essen e.V.
Essenerstr. 26
45529 Hattingen
Telefon: 02324 – 7 08 91 42 weitere Infos hier

Häusliche ambulante Pflege Ursula Schwerte GmbH
Marxstr. 73
45527 Hattingen
Telefon: 02324 – 67 139 weitere Infos hier

AAK Gesellschaft für ambulante Alten- und Krankenpflege mbH
St.-Georg-Strasse 10
45525 Hattingen
Telefon: 02324 – 85 800 weitere Infos hier


 

Selbsthilfegruppen in Hattingen

Selbsthilfe bedeutet, die eigenen Probleme und deren Lösung selbst in die Hand zu nehmen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten aktiv zu werden.

In Selbsthilfegruppen finden sich Menschen, die ein gemeinsames Thema verbindet, die unter der gleichen Krankheit, Behinderung oder seelischen Konfliktsituationen leiden. Auch Angehörige von Betroffenen organisieren sich in Selbsthilfegruppen.

Nähere Informationen zu Selbsthilfegruppen in Hattingen finden Sie hier


 

Aktuelle Karte FSME-Risikogebiete (Zeckeninfo)

Frühjahr und Sommer ist Zeckenzeit.

In Europa können zwei Erkrankungen von Zecken übertragen werden, die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Gegen das FSME-Virus gibt es einen wirksamen Impfschutz. Die Kosten für die FSME-Impfung werden von der Krankenkasse übernommen.

In unserer Praxis können Sie sich gegen FSME impfen lassen.

Erfahren Sie hier ( http://www.zecken.de )  mehr zum Thema Zecken…


 

Marcumarinformation

Marcumar hebt die Blutgerinnung teilweise auf, dadurch sollen Blutgerinnsel verhindert werden. Dies führt zu einer verstärkten Blutungsneigung. Deshalb muss das Medikament sehr genau und für jeden individuell dosiert und die Wirkung regelmäßig überprüft werden.

Zur Wirkungkontrolle dient der Quick-Wert bzw. der INR-Wert. Die INR-Werte unterschiedlicher Labor sind gut vergleichbar, wohingegen die Quick-Werte unterschiedlicher Labore meist nicht miteinander vergleichbar. Eine Erfahrung, die man z.B. im Urlaub macht. Wenn die Blutgerinnung durch Marcumar gehemmt wird, wird der Quick-Wert niedriger und der INR höher.

Für jeden Patienten, der aufgrund seiner Erkrankung (z.B. Herzrhythmusstörungen, Vorbeugung von Blutgerinnseln) Marcumar benötigt, wird der angestrebte Bereich des INR-/Quick-Wertes individuell vom Arzt festgelegt und im Marcumarausweis eingetragen.

Den Marcumar-Ausweis sollte der Patient immer vollständig ausgefüllt bei sich tragen! Der Arzt trägt die INR- bzw. Quick-Werte und die tägliche Marcumar-Dosierung bis zur nächsten geplanten Blutentnahme ein.

Bei zu hohen INR-Werten bzw. zu niedrigen Quickwerten besteht eine starkt vermehrte Blutungsbereitschaft. Bei zu niedrigen INR- bzw. zu hohen Quick-Werten können eher Blutgerinnsel entstehen. Bei Abweichungen von dem gewünschten INR muss deshalb die Dosis verändert werden. Hierzu sind vorübergehend häufigere Blutabnahmen erforderlich, bis die INR-Werte stabil bleiben.

Essen und Trinken

Es gibt keine spezielle Marcumar-Diät. Eine gesunde und vitaminreiche Ernährung ist sehr wichtig und gut. Auf Gemüse und Kohl braucht prinzipiell nicht verzichtet zu werden. Stark Vitamin-K-haltige Lebensmittel sollten jedoch, wenn überhaupt, regelmäßig und in kleineren Mengen zu sich genommen werden. Den übermäßigen Verzehr stark Vitamin-K-haltiger Nahrungsmittel, wie z.B. Spinat, Kohl oder Sauerkraut und Innereien sollte man vermeiden. Ebenso sollten größere Mengen Alkohols vermieden werden.

Andere Medikamente

Viele Medikamente verändern den INR-Wert. Z.B. kann die Einnahme von Antibiotika zur Behandlung von Infektionen zu Veränderungen des INR-Wertes führen, so dass häufigere Kontrollen der Blutgerinnung notwendig sind. Bevor ein zusätzliches Medikament eingenommen werden soll, ist es deshalb wichtig, mit dem Arzt darüber zu sprechen! Auf Aspirin (ASS o.ä.), Rheuma-Mittel und Vitamin-K-Präparate muss man verzichten, da hierdurch ebenfalls die Blutgerinnung beeinflusst wird.

Ärztlich/Zahnärztliche Behandlung

Weisen jeden Arzt daraufhin, dass Marcumar eingenommen wird. Dies gilt auch für Pflegepersonal, Masseure und Fußpfleger. Achten Sie darauf, dass möglichst keine Spritzen in die Muskulatur gegeben werden.

Verletzungen und Unfälle

Bei kleineren Verletzungen besteht in der Regel keine Gefahr (Spielen, Rasieren, Hausarbeit). Bringen sie einen geeigneten Verband auf die Wunde und drücken Sie für einige Minuten. Es blutet gewöhnlich länger, aber die Blutgerinnung ist nicht völlig aufgehoben. Bei spontanen Blutungen, d.h. Blutungen, die ohne erkennbare Ursache beginnen (Nase, Zahnfleisch, blaue Flecken, Blut im Stuhl oder Urin), setzen Sie sich bitte sobald wie möglich mit einem unserer Ärzte in Verbindung. Bei stärkeren Blutungen muss sofort ein schnell wirkendes Gegenmittel verabreicht werden. Dieses ist in allen Krankenhäusern vorrätig. Langsam wirkende Gegenmittel (Vitamin K) brauchen nicht mit sich geführt zu werden!

Reisen

Veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten können zu INR-/Quick-Wertschwankungen führen, so daß INR-/Quick-Wertbestimmungen gerade auch im Urlaub sehr wichtig sind. An den meisten Urlaubszielen können diese Untersuchungen durchgeführt werden. Bezüglich der Vergleichbarkeit der Quick-Werte ist Vorsicht geboten. Die Marcumar-Wirkungskontrolle sollte sich daher am INR-Wert orientieren.

INR-/Quick-Wert-Selbstbestimmung

Für einige Patienten, die ihr Leben lang Marcumar einnehmen (z.B. nach Herzklappenersatz) gibt es die Möglichkeit, eine INR-Selbstbestimmung durchzuführen. In der Einführungs- und Schulungsphase, die beim niedergelassenen Kardiologen oder in einer Klinik stattfindet, erhalten Sie ein eigenes Gerät und erlernen, die INR-Wert-Bestimmung regelmäßig selbst durchzuführen. Wenn ausreichend Sicherheit mit der Methode und dem Gerät gewonnen wurde, der verantwortliche Umgang und das sorgfältige Protokollieren gewährleistet sind, kann man zur häuslichen Einzelbestimmung übergehen und dadurch eine Teil der ärztlichen Blutentnahmen einsparen. Dabei muss insbesondere die enge Zusammenarbeit mit dem Arzt gewährleistet sein.


 

Diabetikerinformation

„Sie haben Zucker“, so oder ähnlich wird Ihnen Ihr Arzt mitgeteilt haben, dass er Diabetes mellitus festgestellt hat. Diese Nachricht muss man erst einmal in Ruhe verdauen, so etwas kann im ersten Moment ziemlich schockierend und verunsichernd sein.

Doch Sie werden sehen, dass Sie nicht hilflos sind. Durch bewusstere Lebensführung und aktivere Lebensgestaltung können Sie Ihre Gesundheit von jetzt an ganz bewusst selbst in die Hand nehmen! Informieren Sie sich so genau wie möglich, eventuell kennen Sie auch jemanden, der ebenfalls Diabetes hat? Tauschen Sie sich mit Ihrer Familie oder Ihnen nahestehenden Menschen aus, beziehen Sie Verwandte und Freunde von Anfang an mit ein und lassen Sie sich von ihnen unterstützen.

Diabetes ist eine chronisch Stoffwechselkrankheit und keineswegs selten: Jetzt schon ist ein deutlicher Anstieg der Betroffenen zu verzeichnen, inzwischen sind 7,5 Millionen Deutsche von dieser Volkskrankheit betroffen, darunter auch immer mehr jüngere Menschen und Kinder.

Ob zum Gehen, Denken oder Sprechen – unser Körper benötigt Energie, damit Organe und Muskeln funktionieren. Diese Energie stammt aus der Nahrung – Hauptlieferanten sind Kohlehydrate (Stärke, Zucker), Fett und Eiweiß. Im Laufe der Verdauung werden die Kohlehydrate in Zuckerbausteine (Glukose) zerlegt und über das Blut im Körper verteilt. Entsprechend steigt die Blutzuckerkonzentration an, wenn man etwas isst.

Bei gesunden Menschen hat der Zucker im Blut einen wichtigen Begleiter: das Hormon Insulin. Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse hergestellt und wirkt wie ein Schlüssel, der die Zellen für den Zucker aufschließt. Dadurch senkt Insulin den erhöhten Zuckerspiegel wieder auf ein Normaniveau ab und steuert so, zusammen mit anderen Hormonen, den Zuckerhaushalt unseres Körpers.

Bei Menschen mit Diabetes funktioniert dieser lebenswichtige Mechanismus nicht oder nur eingeschränkt, da der Körper zu wenig oder gar kein Insulin mehr produziert. Der Zucker gelangt kaum noch in die Zellen und verbleibt ungenutzt in großer Menge im Blut.

Bleibt der erhöhte Blutzuckerspiegel unbehandelt, können mit der Zeit die Arterien verkalken und Durchblutungsstörungen entstehen – mit schwerwiegenden Folgen für Herz und Kreislauf. Außerdem schalten die unterversorgten Zellen auf ein Notprogramm um. Sie stellen Energie aus Fettsäuren her. Als Abfallprodukt daraus entstehen sogenannte Ketonkörper (Acetone). Diese machen das Blut zu sauer und können schlimmstenfalls den ganzen Stoffwechsel entgleisen lassen.

Diabetes tut erst einmal nicht weh. Die Krankheit beginnt meist schleichend und wird daher oft nur zufällig entdeckt. Daher ist es sehr wichtig, bereits leicht erhöhte Blutzuckerwerte ernst zu nehmen und dagegen vorzugehen. Mehr erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

Anzeichen für erhöhte Blutzuckerwert können sein:

  • ungewöhnliche Müdigkeit
  • Haut- und Harnwegsinfektionen ohne offensichtlichen Grund
  • großer Durst und häufiges Wasserlassen
  • Sehstörungen, Konzentrationsschwäche, Verwirrtheit